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Allgemein

Die Aufgaben der Depotverwaltung

Als Depotverwaltung wird ein jedes Leistungselement bezeichnet, welches im Rahmen der Führung eines Wertpapierdepots anfallen kann. Größtenteils wird die Depotverwaltung von den Banken und den beauftragten Geldinstituten durchgeführt; bei den Discount- und Onlinebrokern ist es jedoch der Fall, dass die Anleger selbst einen entscheidenden Anteil an ihrer Depotverwaltung innehaben. Jederzeit können Anleger sich online ihre Umsatzberichte ansehen, Auszüge erstellen lassen und auch archivieren. Welche Kosten fallen im Rahmen einer Depotverwaltung an?

Manche Broker und Banken berechnen keine Kosten für eine solche Leistung, andere listen eine fixe Gebühr auf oder machen die Depotgebühr von dem jeweiligen Kontostand bzw. dem Depotvolumen abhängig. Ein Depot zu verwalten, das heißt: Man verbucht seine Wertpapiere auf dem Depotkonto, macht Kaufvorgänge transparent und nachvollziehbar und achtet darauf, die Gebühren stimmig abzurechnen. Ferner geht es um Bestandskurse und weitere Geldwerte, die hier passend verbucht werden sollten. Wie bei einem Girokonto wird hier Tag für Tag und Vorgang für Vorgang Buch geführt und kann entsprechend nachgehalten werden.

Einige Banken verstehen unter dem Begriff der “Depotverwaltung” nicht nur die reine Buchführung, sondern bieten auch Beratungsdienste an. Diese enthalten Hinweise auf Neuemissionen oder andere Anlagetipps. Genau hier staffeln sich ebenfalls Gebühren: Inwiefern ist der Bankservice umfangreicher oder weniger akzentuiert? In welchem Maße werden Angebote dieser Art geleistet? Eine Depotverwaltung hat auch Pflichten: Jedem Kunden steht einmal im Jahr ein einwandfreier Depotauszug zu – diese Bescheinigungen sind auch für die Finanzbehörden relevant. Ebenfalls ist hier eine Aufstellung der Erträge enthalten. Ein Depotauszug kann als sogenannter Stichtagsauszug erstellt werden – hier beziehen sich die Einträge auf den Tag, an dem der Auszug ausgedruckt oder abgerufen wird. Der andere Modus bezieht sich auf ein gesamtes Jahr und beantwortet sachlich die Frage: Welche Bestände wurden im Laufe des Jahres erworben? Hier werden konkret und unmissverständlich genau die Daten aufgelistet, welche den Gesamtwert der Einträge, den Kaufkurs und die jeweilige Bezeichnung der einzelnen Wertpapiere enthalten.